Henkersmahlzeit

Ein Fetzen Haut weht im Rhythmus des Windes. Henker kehren in die Wirtshäuser ein. Die Schuldigen pendeln von den Bäumen und ein letzter zuckt noch mit dem Fuß. Man erhebt die Gläser und spricht einen Toast. Auf die Verbannten, sie werden das Land regieren. Man trinkt ihr Blut in einem Gral aus Knochen. Stücke des Fleisches werden weitergereicht, die Knorpel werden auf ein extra Teller gelegt. Zu viel Leben ist nämlich schlecht für den Magen.
Mit Büschel von Haaren schützen manche sich vor dem stärker werdenden Wind. Dünne oder dicke Haare. Man bevorzugt generell dickere, auch wenn diese oft schuppig sind. Um den Festtagstisch fließt ein roter Bach, so als schütze er vor der Schuld. Einige Innereien werden noch vom Boden aufgesammelt und verwertet. Man will ja nichts verschwenden. Ein vergessener Kopf blieb unerkannt und blickt dem Henkerhaufen beim Fressen zu. „Nicht wahr, mit der Axt lässt es sich doch viel besser kämpfen“, würde er sich denken und die Henker würden mit enthusiastischem Kopfnicken zustimmen.

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